Aus Schulleben und Unterricht

Juniorwahl am Högy: Die SPD gewinnt die Europawahl

Bei der diesjährigen Europawahl durften in Deutschland erstmals auch 16- und 17-Jährige wählen – noch geringer war das Wahlalter bei der parallel dazu abgehaltenen „Juniorwahl“ am Högy, denn hier hatten die Schülerinnen und Schüler schon ab der 8. Klasse das Wahlrecht. Die Auszählung der Stimmen zeigte dabei einmal mehr, dass junge Menschen häufig andere politische Schwerpunkte setzen: Im Gegensatz zum bundesweiten Ergebnis von nur 13,9 Prozent war die SPD am Högy mit mehr als 24 Prozent der klare Wahlsieger, gefolgt von der CDU mit 22 Prozent und zahlreichen weiteren Parteien, die alle jeweils unter zehn Prozent der Stimmen blieben.

Das Ziel, das mit dieser Wahlsimulation verfolgt wird, ist klar: Kinder und Jugendliche sollen Demokratie erleben und erlernen, indem ihr Interesse an Politik geweckt wird und sie frühzeitig mit den damit zusammenhängenden Prozessen und Institutionen vertraut gemacht werden. Am Högy hat das jedenfalls geklappt: Mit fast 80 Prozent lag die Wahlbeteiligung deutlich höher als bundesweit bei der „echten“ Europawahl am Sonntag (65 Prozent).

Benjamin Gerig

Demokratie lebt von der Mitwirkung: Das Högy beim Lauffener Jugendwahlforum

Es ist nicht immer leicht, Kindern und Jugendliche zu vermitteln, wie wichtig Beteiligung und Partizipation in der Demokratie sind – gerade wenn diese den Eindruck haben, Politik sei etwas für Erwachsene. Um dem im Vorfeld der anstehenden Kommunal- und Europawahlen, bei denen man bereits ab 16 Jahren wählen darf, vorzubeugen, veranstaltete jüngst der Jugendrat der Stadt Lauffen gemeinsam mit der Jugendstiftung Baden-Württemberg ein Jugendwahlforum in der Mensa des Lauffener Schulzentrums. Dabei stellten sich zunächst Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Parteien und Wählervereinigungen, die am 9. Juni zur Wahl stehen, persönlich vor, bevor die Jugendlichen an mehreren Thementischen direkt mit diesen ins Gespräch kamen und ihre Fragen und Anliegen vorbringen konnten.

Das Högy war an diesem Abend mit der kompletten Jahrgangsstufe 1 und weiteren interessierten Schülerinnen und Schülern aus den Klassenstufen 8, 9 und 10 vertreten, welche die Gelegenheit nutzten, sich in angenehmer Atmosphäre mit Politikerinnen und Politikern auszutauschen, die künftig im Lauffener Gemeinderat auch für die Angelegenheiten der Kinder und Jugendlichen zuständig sein werden.

Benjamin Gerig


Sport, Spiel und Spaß am HöGy

Schule besteht nicht nur aus Unterricht und Klassenarbeiten – das lässt sich in diesen Tagen und Wochen auch am Hölderlin-Gymnasium wieder sehr gut beobachten. So sorgt derzeit im Neubau das Tischkickerturnier, das die Schülermitverantwortung (SMV) um die Lehrkräfte Stefan Langer und Katrin Brändle zum wiederholten Mal veranstaltet, für Action und Emotionen. Daneben kommen dank unserer engagierten Medien-AG, geleitet von Nikolaos Kalles und Malte Möller, regelmäßig kleine und große Kinofans abends in der Aula auf ihre Kosten, zuletzt mit dem Animationsfilm „Spider-Man: A New Universe“.

Dazu gab es jüngst unter dem Titel „Spiel & Spaß“ eine Premiere am Högy mit dem ersten Spielenachmittag für Brett- und Kartenspiele, dem aufgrund der positiven Resonanz weitere folgen sollen. Und auch für sportliche Betätigung ist gesorgt: Die Spielehütte mit unseren „Hüttensheriffs“ hat ihren Betrieb wieder aufgenommen und stellt den Schülerinnen und Schüler in den längeren Pausen verschiedene Sport- und Spielgeräte wie Federballschläger oder Frisbees zur Verfügung.

Benjamin Gerig



Das Hölderlin-Gymnasium bei der First Lego League Challenge

Am 20. Januar 2024 hieß es in der Experimenta Heilbronn wieder „3, 2, 1, ... LEGO“. Und sofort starteten die selbstgebauten LEGO-Roboter aus ihren Startzonen, um auf dem Spielfeld unterschiedliche Aufgaben zu lösen. Kamerafahrten wurden gestartet, eine Lichtershow ausgelöst, Mischpulte bedient und verschiedene Bühnen über Hebel bewegt. Und das alles mit selbstprogrammierten LEGO-Robotern.

Die Schülerinnen und Schüler des Hölderlin-Gymnasiums traten in zwei Teams bei diesem Wettbewerb der weltweit stattfindenden First Lego League (FLL) an. Nach intensiver Vorbereitung seit Schuljahresbeginn im September trafen sich die Teams einmal wöchentlich in der LEGO AG, um sich intensiv auf das Robotgame vorzubereiten. Darüber hinaus trafen sich Teile des Teams, um einen Forschungsauftrag der FLL zu bearbeiten, in dem es darum ging, dass die Teams mithilfe neuer Technologien andere Menschen von ihrem Hobby überzeugen sollten. Mit zwei selbst produzierten Videos präsentierten die Teams der Jury ihre Ideen, um andere von ihren Hobbys Fußball und Basketball zu überzeugen.

Nach drei Wertungsläufen im Robotgame konnte mit den Plätzen fünf und sechs bei zwölf teilnehmenden Mannschaften die Qualifikation für das Viertelfinale gefeiert werden. Auch wenn dort die Nerven etwas zu angespannt waren und man sich erfahreneren Teams geschlagen geben musste, war das Abschneiden beider Teams ein voller Erfolg.

Besonders stolz war das Team „Högyrobots“ bei der anschließenden Siegerehrung über eine Nominierung im Bereich „Roboterdesign“, welche sie als eine der vier besten Teams in diesem Bereich auszeichnete.

Die Erfahrungen, die die Teams aus diesem Wettbewerb für sich als Team aber auch für jeden Schüler individuell mitgenommen haben, stärken sie und bereiten sie auf die weitere Arbeit in der LEGO AG und auf den nächsten Wettbewerb der First Lego League im nächsten Jahr vor!

Wir danken dem Förderverein und der Firma Schunk für die Unterstützung der LEGO AG, die mit ihrer Spende die Ausstattung und Anmeldung für den Wettbewerb in der Experimenta unterstützt haben.

A. Stepan & S. Langer

Im Kubus der Experimenta fanden die Wettbewerbsrunden statt.
Die Präsentation des Forschungsauftrags und des Roboters vor der Jury

Heimspiel Wissenschaft: Physik-Professor:innen made in Lauffen

Im Rahmen der Reihe „Heimspiel Wissenschaft“ besuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihren Heimatort, um dort darüber zu sprechen, worüber, wie und warum sie forschen und was das mit unserem Alltag zu tun hat. Bei „Physik made in Lauffen“ taten dies Reinhold Egger, Frank Wilhelm-Mauch und Petra Schwille aus dem Exzellenzcluster „Matter and Light for Quantum Computing“. Am Tag nach der öffentlichen Veranstaltung in der Stadthalle nahmen sie sich Zeit, am Högy die Physik-Leistungskurse der Klassenstufen 11 und 12 zu besuchen und den fachkundigen Schülerinnen und Schülern unter anderem über ihren wissenschaftlichen Werdegang und ihre aktuelle Forschungstätigkeit zu berichten.

Professor Egger referierte dabei über eine bemerkenswerte Gleichung, Professor Wilhelm-Mauch veranschaulichte ein Quantenkryptografie-Protokoll mithilfe eines Kartenspiels und Professorin Schwille verdeutlichte den Zusammenhang von Physik und Biologie. Abgesehen davon fehlten natürlich Anekdoten aus der eigenen Schulzeit ebenso wenig wie ein interessierter Blick in die Jahrbücher von damals.

M. Schnermann / B. Gerig


Der Digitaltruck am HoeGy

Die Jahrgangstufe der Klasse 8 besuchte am Montag und Dienstag, 04. und 05. Dezember 2023, den Digi-Truck von Expedition d, der zu Gast am Hölderlin-Gymnasium war. Ziel der Expedition d war es, die Schülerinnen und Schülern auf die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt und deren fortschreitenden Wandel vorzubereiten.

Zwei Coaches erklärten uns Schülerinnen und Schülern an verschiedenen Technikstationen, wie z. B. 3D-Scanner oder künstliche Intelligenz in der Berufswelt funktionieren. Auch konnten wir einen Einblick in die Frage bekommen, wie die Digitalisierung die Arbeitswelt verändert. Die achten Klassen durften unter anderem auch eine VR-Brille verwenden und eine App programmieren. Für die App-Programmierung wurden uns Tablets und Handys zur Verfügung gestellt, damit wir selbst entdecken konnten, wie man eigenständig eine App entwickeln kann.

Den Besuch des Trucks fanden wir sehr interessant und er war eine gelungene Abwechslung zum Schulalltag.

Im Folgenden finden sich einige Kommentare von Schülerinnen und Schülern über ihre Eindrücke und Erfahrungen:

„Es war cool, einen Roboterarm zu programmieren und zu sehen, wie die Technik sich weiterentwickelt. Im hätte gerne mehr Zeit im Workshop verbracht, da ich gerne noch mehr programmiert hätte.

(Phil)

„Ich fand es auch sehr interessant zu sehen, wie wichtig heutzutage Datenbahnen in den Berufen sind.“

(Melvin)

„Wir fanden besonders spannend, dass man viele Sachen selber probieren konnte und dass man sich für ein Thema spezialisieren konnte.“

(Michelle, Leona und Victoria)

„Was auch sehr cool war, war die Sensoren-Station, da man dort mit drei Sensoren ein Auto einparken durfte.“

(Tim)

„Am liebsten hätte ich noch weiter programmiert und Neues entdeckt (z.B. die VR-Brille ausprobiert).“

(Marlon)