Schuljahr 2018/19

Entzaubertes Biest - verzaubertes Publikum

Schon seit Jahren Tradition am Hölderlin-Gymnasium: die Theateraufführungen der Unterstufe  zu Beginn des Schuljahres. Auch dieses Jahr rissen die beiden Vorstellungen, die in der Lauffener Stadthalle stattfanden, das Publikum zu spontanem Szenenapplaus und donnernden Schlussovationen hin.

Wie bereits im letzten Jahr hatte sich die Leitung der Unterstufen-AG um Patrick Ivic, Julius Freiberg, Clara Rüger, Emma Staiger und Mika Büchele für einen Stoff entschieden, der vor allem durch eine Disney-Adaption fest im kollektiven Erzählschatz fast aller Zuschauer verankert sein dürfte. „Die Schöne und das Biest“ frisch (und frech) zu inszenieren stellte also zweifellos eine große Herausforderung für die Neunt- bis Elftklässler aus der AG-Leitung dar, aber die einjährige Probenarbeit gepaart mit großer Kreativität in Bühnenbild- und Kostümgestaltung schlug sich in zwei fulminanten Abenden nieder, in der alle agierenden Schauspielerinnen und Schauspieler ihr großes Talent bewiesen. Momente ausgelassener Komik wechselten sich mit dramatischen Szenen ab und so durfte über den selbstherrlichen Aufschneider René und seine prahlsüchtigen Annäherungsversuche gegenüber Belle, der Heldin des Stückes, gelacht werden, aber auch mitgefiebert werden, wenn das Schicksal des zum Biest verzauberten Prinzen wiederholt besiegelt zu sein schien. Aber wie für einen klassischen Märchenstoff üblich endete das Stück in einem Happy End inklusive filmreifem Bühnenkuss.

Am Ende war das Biest entzaubert und wieder zum Prinzen geworden. Und das Publikum? Das wurde ganz und gar verzaubert in den spätsommerlichen Abend entlassen.

Daniel Ries

Schuljahr 2017/18


Kölzhofen hat seine Pforten geschlossen

Am Samstag war leider schon wieder alles vorbei: Nach dem gemeinschaftlichen Absingen der Nationalhymne ging „Schule als Staat“ am Hölderlin-Gymnasium mit einem feierlichen Staatsakt zu Ende, bei dem Kölzhofens Präsident Frank Wagner (Klassenstufe 11) den Staatsschlüssel an Schulleiterin Mirja Kölzow zurückgab. Zuvor hatte sich das Högy vier Tage lang von seiner besten Seite gezeigt und bei Schülern, Lehrern, Eltern und Besuchern für ein unvergessliches Gemeinschaftserlebnis gesorgt. Vielfältige Angebote aus Gastronomie, Kultur, Sport und Unterhaltung machten Kölzhofen zu einem lebendigen Gemeinwesen, dessen Bürgerinnen und Bürger sich offenbar pudelwohl fühlten – etwa wenn man die emsige Betriebsamkeit innerhalb der Staatsgrenzen, die Vielzahl an standesamtlichen Trauungen oder den reißenden Absatz von Adelstiteln (den „Herzog“ beispielsweise gab es für 50 Taler) zum Maßstab nimmt. Ebenso schafften es die Staatsorgane, über vier Tage für Sicherheit und Zufriedenheit in der Bevölkerung zu sorgen – nicht zuletzt dank einer funktionierenden Gerichtsbarkeit, deren Urteile den Rechtsfrieden in Kölzhofen sicherstellten. Selbstverständlich funktioniert ein solch umfangreiches Projekt, dessen Vorbereitung anderthalb Jahre dauerte, nicht ohne den Einsatz zahlreicher Helferinnen und Helfer, von denen einige beim finalen Staatsakt verdientermaßen öffentlich geehrt wurden. Hervorzuheben vonseiten der Lehrer sind hierbei insbesondere Frank Hönekop, Heiko Wasser und Winfried Wolf, ohne deren unermüdliche Energie und Tatkraft dieses großartige Projekt am Högy niemals Wirklichkeit geworden wäre.

Benjamin Gerig